| Der DRILANDSTEIN |
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Der am 1. August 1659 gesetzte sogenannte DRILANDSTEIN markiert bis heute die deutsch-niederländische Grenze, gleichzeitig die Grenze zwischen der Grafschaft Bentheim und dem ehemaligen Fürstbistum Münster, die heute zwischen Niedersachen und Nordrhein-Westfalen verläuft. Die 1,08 m hohe Grenzmarkierung aus Bentheimer Sandstein wurde mit den Territorialwappen des 17. Jahrhunderts behauen. Sie verweist in eine Epoche, in der konfessionelle Konflikte und Allianzen die hiesige Region grenzüberschreitend prägten. Die spätere Jahrszahl 1824 erinnert an den "Meppener Vertrag" zwischen den Königlichen Hannover und den Niederlanden. Heute ist der DRILANDSTEIN ein Symbol für die Überwindung von Grenzen in einem vereinten Europa. Schrifttafel neben dem DRILANDSTEIN |
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der Projekte
EurSafety-Health-Net und MRSA-Net
Euregionales Netzwerk-Portal für Patientensicherheit und Infektionsschutz
Erreger kennen keine Grenzen – und so muss es daher auch beim Infektionsschutz sein. Deshalb wurde das majeure INTERREG IV A-Projekt „EurSafety Health-net – Euregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz“ ins Leben gerufen, das auf der vorliegenden Website und als Druckversion in der
Broschüre vorgestellt wird.
Die Themen Patientensicherheit und Schutz vor Infektionen sind mir seit vielen Jahren ein persönliches Anliegen. Nachdem Studien Ende der 90er Jahre zeigten, dass die Prävalenzraten für MRSA in Ländern wie z. B. in den Niederlanden und Dänemark bis zu 20 Mal niedriger sind als in Deutschland, stand für mich fest, dass eine Kooperation mit diesen Ländern in einem Europa der Zukunft unerlässlich ist, um eine Harmonisierung der Versorgungsqualität zu erreichen. Dies ist eine der Grundlagen für die grenzüberschreitende Patientenversorgung. Ein erstes grenzüberschreitendes Präventionsnetzwerk (EUREGIO MRSAnet) wurde im Jahr 2005 in der Region Twente-Münsterland gegründet.
Im Jahr 2009 kam der Startschuss für das aktuelle EurSafety-Projekt. Hierbei wird neben einer Ausweitung der erfolgreichen Erfahrungen auf das gesamte deutsch-niederländische Grenzgebiet, vor allem auch grenzüberschreitendes Wissen geschaffen und die Kommunikation, Aufklärung und Fortbildung zum Thema Infektionsprävention gefördert. Dies ist von größter Bedeutung, weil neben MRSA, auch andere Infektionserreger, wie ESBL, VRE, aber auch Noroviren, Hepatitis E oder EHEC eine immer grössere Rolle spielen. Es hat sich gezeigt, dass die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Infektionsschutz die konsequente Zusammenarbeit aller Teilnehmer an der Patientenversorgung ist, und zwar eine Zusammenarbeit, die über die Grenzen der einzelnen Institutionen und Länder hinausreicht. Nur so ist es möglich, der Ausbreitung von Infektionskrankheiten effektiv entgegenzuwirken.
Einzelne Institutionen oder Sektoren im Gesundheitswesen können die Problematik nicht alleine bewältigen, eine Vernetzung ist daher unumgänglich. Die zunehmende Mobilität von Menschen – und damit auch von Patienten und medizinischem Personal – in Europa macht auch grenzüberschreitende Netzwerke dringend erforderlich. Ein solches grenz- und institutions- und sektorenübergreifendes Netzwerk ist EurSafety Health-net, dessen Hauptziel die Stärkung der Patientensicherheit und der Schutz vor Infektionen ist. Das Erfolgsrezept liegt darin, dass hierfür immer wieder Grenzen überschritten werden müssen. Grenzen zwischen Ländern, Bundesländern, Kreisen, Institutionen, Sektoren und letztendlich auch zwischen Berufsgruppen.
Alle Koordinatoren, Partner und Teilnehmer im EurSafety Health-net leisten ihren wertvollen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Projektes. Durch die enge Kooperation über alle genannten Grenzen hinweg wird die Patientensicherheit in der Grenzregion nachhaltig gestärkt und damit beispielhaft für andere Regionen in Europa ein Beitrag geleistet werden für die Stärkung der Qualität in der Gesundheitsversorgung. Mit diesem gemeinsamen Ziel vor Augen, bauen wir mit an der Zukunft Europas.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!
Prof. Dr. Alex W. Friedrich
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