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Inhaltlich wurden folgende 10 Qualitätsziele (QZ) definiert und mit bestimmten Qualitätspunkten (QP) bewertet:
| QZ | Beschreibung | Maximale QP |
|---|---|---|
| 1 | Teilnahme an den EUREGIO Qualitätsverbundveranstaltungen | 3 |
| 2 | Epidemiologische Daten | 3 |
| 3 | Runder Tisch Gesundheitsämter | 3 |
| 4 | Prävalenzscreening MRSA | 6 |
| 5 | Implementation Screenigempfehlung MRSA | 3 |
| 6 | Typisierung (molekulare Surveillance) | 3 |
| 7 | Umsetzung Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Thema MRSA | 6 |
| 8 | Fallreport zum Thema MRSA an das Gesundheitsamt | 3 |
| 9 | Information der weiterbehandelnden Einrichtung bei Verlegung von MRSA Patienten | 3 |
| 10 | Umsetzung „Screeningempfehlung“ MRSA | 6 |
| 39 |
Zur Erlangung des Qualitätssiegels müssen mindestens 50% der Gesamtpunkte erreicht werden. Allerdings muss dabei mindestens 1 QP für jedes QZ erreicht werden (bei den QZ 4,7 und 10 mindestens 2 QP).
| QZ | Erläuterung |
|---|---|
1 |
Ziel: Teilnahme an den EUREGIO Qualitätsverbundveranstaltungen Durchführung: Für das Erreichen von 3 QP ist die Dokumentation von mindestens 6 krankenhausinternen Fortbildungen zu Hygiene-relevanten Themen notwendig; mind. 2 Qualitätsverbundveranstaltungen, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema MRSA Prävention beschäftigen. |
2 |
Ziel: Datenaustausch zur Darstellung der Netzwerkstrukturen. Durchführung: Übermittlung von Netzwerk-relevanten epidemiologischen Daten. |
3 |
Ziel: Netzwerk-Bildung. Treffen mit anderen Einrichtungen des Netzwerks und Diskussion; Moderation durch die Gesundheitsämter. Durchführung: Teilnahme an Netzwerkveranstaltungen/"MRSA-Tisch" mit Gesundheitsamt und den Netzwerk-teilnehmern (je 1 Punkt pro Veranstaltungsteilnahme). |
4 |
Ziel: Einschätzung der Prävalenz von MRSA. Erkennen von typischen MRSA Risikopatienten. Übung von Risikofaktoren. Einschätzung des notwendigen „Screeningumfangs“. Durchführung: Im Rahmen des Projektes muss ein MRSA Eingangsscreening durchgeführt werden. Risikofaktoren müssen für eine Woche oder länger standardisiert bei allen stationär aufgenommenen Patienten des teilnehmenden Krankenhauses erfasst werden. Es wird empfohlen, parallel bei Aufnahme dieser Patienten mittels eines Nasenabstrichs ebenfalls für eine Woche ein Screening durchzuführen (mögliche Ausnahmen: Neugeborene und ggf. psychiatrische Stationen). Alternativ zu diesem einwöchigen Aufnahmenscreening kann auch ein Punktprävalenzscreening durchgeführt werden. |
5 |
Ziel: Implementierung eines standardisierten MRSA Screenings. Durchführung: Vorlage eines Hygienekommissionsbeschlusses in dem das MRSA Screening konkret geregelt ist. Bewertung, ob der Beschluss mindestens dem Standard der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch Instituts zum MRSA Screening (Fassung Oktober 2008) in puncto Anzahl und Art der Risikofaktoren entspricht. |
6 |
Ziel: Typisierung von ausgewählten MRSA zur Ausbruchsanalyse und molekularen Surveillance. Durchführung: Weiterleitung ausgewählter MRSA Isolate zur Charakterisierung mittels einer sequenzbasierten Typisierungsmethode (z. B. S. aureus Protein A (spa), MLVA, MLST). Die Untersuchung kann an allen Einrichtungen durchgeführt werden, die solche Untersuchungen anbieten. |
7 |
Ziel: Bewertung der Umsetzung von Empfehlungen zur MRSA Prävention des Robert-Koch Instituts bezügl. Isolationsmaßnahmen, Barrieremaßnahmen etc. Durchführung: Bewertungen der lokalen Gesundheitsämter wie bei Begehungen persönlich in Augenschein genommen. Dazu werden standardisierte Checklisten von den Gesundheitsämtern ausgefüllt die als Grundlage für die Bewertung dienen. |
8 |
Ziel: Report zu MRSA Surveillancedaten („ÖGD Report“). Durchführung: Es wird ein standardisierter Report (ÖGD Report) mit Surveillancedaten erstellt. |
9 |
Ziel: Weiterbehandlung von MRSA Patienten nach Krankenhausentlassung. Durchführung: Max 3 QP. Es soll sichergestellt werden, dass die Information, dass ein Patient im Krankenhaus MRSA positiv getestet wurde dem weiterbehandelnden Arzt mitgeteilt wird. Dazu wurde vom Netzwerk ein Übergabebogen zur Verfügung gestellt. |
10 |
Ziel: Umsetzung der unter QZ5 festgelegten MRSA Screeningempfehlung. Durchführung: Es wird überprüft, ob die gemäß Hygienekommissionsbeschluss festgelegte Empfehlung zum MRSA Screening umgesetzt wird. |