Home/Projekte Aktuell/News Aktivitäten Qualitätssiegel Euregiogebiete Projektteilnehmer Netzwerke Antibiotic Stewardship
Sprachauswahl Deutsch
Sprachauswahl Nederlands

 

 

Dokumente und Informationsmaterial

Sie gehören zu den Teilnehmern am EurSafety Health-Net Projekt, die einen Zugang zu den durch das Projekt ausgearbeiteten Dokumenten besitzen. Darüber hinaus können Sie sich auch spezielle Projektbilddaten und Projektinformationen herunterladen. Wählen Sie hier zunächst Ihren Memberbereich aus. Als nächstes werden Sie nach Ihrem Usernamen und Passwort gefragt. Sobald Sie Ihre Daten korrekt in das Login-Fenster eingegeben haben, gelangen Sie in Ihren Memberbereich.

 

Bildmotiv1 Bildmotiv2 Bildmotiv3 Bildmotiv4 Bildmotiv5 Bildmotiv6
Aktuell | News
Weitere Informationen

Presseberichte und -mitteilungen 2010

Presseecho rund um die Projekte

07.10.2010

Antibiotika-resistente Keime wirksam bekämpfen

Hannover – Die Fraktionen von CDU und FDP im Niedersächsischen Landtag setzen sich für bessere hygienische Bedingungen in Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen ein. Während der heutigen Landtagssitzung haben beide Fraktionen dazu einen Entschließungsantrag eingebracht. Hintergrund ist eine gestiegene Infektionsrate in Kliniken. „Die Zahl der Patienten, die sich im Krankenhaus mit Antibiotika-resistenten Keimen – kurz MRSA –infizieren, ist in den letzten Jahren gewachsen“, sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Norbert Böhlke. Dies bestätigen die Daten des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS), in dem Infektionsdaten systematisch erfasst werden: In den beteiligten 184 Krankenhäuser sind 2008 etwa 24.700 MRSA-Fälle registriert worden - bei steigender Tendenz. [...]

Quelle: CDU-Fraktion-Niedersachen.de - PM Nummer: 238/2010

10.09.2010

Krankenhaushygiene: Netzwerke können mehr bewirken als neue Gesetze

Hygienemaßnahmen müssen jeden Tag und für jeden Patienten mit gleicher Konsequenz umgesetzt werden. Diese Konstante auf Dauer sicherzustellen, ist eine der Herausforderungen an das Klinikpersonal und -management. Der Tod von drei Säuglingen an der Universitätsklinik Mainz hat eine breite Diskussion über die Hygiene im medizinischen Routinebetrieb ausgelöst, obwohl die Neugeborenen nicht an den Folgen einer im Krankenhaus erworbenen Infektion mit multiresistenten Staphylokokken (MRSA) gestorben sind, sondern an einer mit Enterobacter cloacae kontaminierten Infektionslösung. Die Klinik trifft daher nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft keine Schuld. „Wir haben Anlass zu der Annahme, dass es irgendwo zwischen Abfüllung und Eintreffen in der Uniklinik zu einer Beschädigung und Verkeimung an der Flasche gekommen ist“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt von Mainz, Klaus-Peter Mieth. [...]

Quelle: aerzteblatt.de - Heft Nr. 36, Zylka-Menhorn, Vera

02.09.2010

Hygieneproblem Krankenhaus - Gefährliche Keime

500.000 Menschen werden jedes Jahr krank im Krankenhaus. Sie infizieren sich mit so genannten Klinikkeimen. 40.000 Menschen im Jahr sterben an diesem Problem, an einem Problem, das seit Jahren bekannt ist. Ein Problem, das einige Totschweigen und andere bekämpfen. Müssen wir damit leben? [...]

Quelle: SWR.de - Odysso

27.08.2010

Keime kennen keine Grenzen

Oldenburg – Zur Auftaktveranstaltung waren am Donnerstag (26.08.) 100 Experten in Oldenburg. Ziel ist der Erwerb spezieller Qualitätssiegel. Keime der multiresistenten Art, sogenannte MRSA-Erreger, treten in niederländischen Krankenhäusern so gut wie kaum noch auf, während sie in Deutschland etwa 20 mal häufiger nachgewiesen werden. Für den Erfolg in den Niederlanden gilt die Tatsache, dass dort ein konsequentes und koordiniertes Vorgehen nach dem Motto „Suchen und Zerstören“ üblich ist. In den Krankenhäusern ist ein weiterer Grund für die erfolgreiche Umsetzung der Hygieneempfehlungen in den Niederlanden. Es gibt keine niederländische Klinik, in der nicht ausreichend ärztliches und pflegerisches Hygienefachpersonal arbeitet oder zumindest innerhalb von 30 Minuten auf der Station sein kann.

Mit Netzwerken soll die Situation in Deutschland verbessert werden, um so den Schutz der Patienten vor Infektionen zu erhöhen. Gefördert werden die Projekte mit einer finanziellen Starthilfe aus öffentlichen EU-Mitteln. [...]

Quelle: NWZ Online - Aus der Region

26.08.2010

Im Euro-Verbund gegen Keime: Ems-Dollart Region startet vorbildliches Hygieneprojekt

Oldenburg – Im Euro-Verbund gegen Keime: Niedersächsische Kliniken wollen an den Erfolg von unseren holländischen Nachbarn anknüpfen und bauen ein Präventionsnetz auf. Beim Kampf gegen Keime in Krankenhäusern haben unsere Nachbarn die Nase vorn. Der Anteil von Erregern, denen die gebräuchlichen Antibiotika nichts mehr anhaben können, ist in holländischen Kliniken 20-mal niedriger als in deutschen. An diese Erfolge sollen nun auch niedersächsische Kliniken anknüpfen: Hygienebedingungen verbessern und Bakterieninfektionen vorbeugen heißt das Ziel des EU-Projekt „Eursafety Health-net“, zu dessen Auftakt sich am Donnerstag in Oldenburg Ärzte, Pfleger und Gesundheitsfachleute in Oldenburg trafen. Die englische Abkürzung steht für Euroregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz. In den Landkreisen entlang der gesamten deutsch-niederländischen Grenze, der sogenannten Euregio, soll das Präventionsnetz aufgebaut werden. „Es geht darum, gemeinsam gegen multiresistente Keime vorzugehen und damit die Patientensicherheit zu erhöhen“, erklärt Projektkoordinator Matthias Pulz, der Leiter des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. [...]

Prof. Dr. Andreas Voss (Canisius-Wilhelma Krankenhaus Nijmegen, l.) und Privatdozent Dr. Alexander Friedrich (Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster, UKM. [Foto: UKM/PR].

Bild: Hygiene-Tagung im Oldenburger Klinikum (von links): Matthias Pulz, Alexander Friedrich und Jörg Hermann.

Dr. Ron Hendrix, PD Dr. Friedrich, Dr. Pulz und Dr. Herrmann informierten als Referenten über den Stand des Gesamtprojekts EurSafety Health-net und insbesondere über die Qualitätsziele, die zur Erlangung des Qualitätssiegels-MRSA EQS1 erfüllt werden müssen. Darüber hinaus wurden Funktion und Angebote der Hygieneakademie Nord in Oldenburg vorgestellt. Die Veranstaltung, an der auch Frau Dwars und Frau Wunderlich vom EuroHealthConnect in Twente teilnahmen, fand mit ca. 100 Zuhörern sehr großen Zuspruch.

Quelle: HAZ Online - Hannoverische Allgemeine Zeitung

25.08.2010

Hygiene im Krankenhaus – Im mikrobiologischen Blindflug

In deutschen Krankenhäusern treten Infektionen mit dem Wundkeim MRSA etwa 20 Mal häufiger auf als in den Niederlanden. Das vorbildliche System der Nachbarn kann hierzulande aber nicht einfach übernommen werden. In Sachen Krankenhaushygiene gelten die Niederlande als vorbildlich. Doch so einfach kann Deutschland die Errungenschaften seines Nachbarn nicht übernehmen. Das zeigt das grenzüberschreitende Projekt „EurSafety Health-net“, das unter anderem von der Europäischen Kommission und von den beteiligten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen finanziell gefördert wird. Die Gesundheitssysteme unterscheiden sich gravierend, auch was ihre Finanzierung angeht. Niedergelassene Fachärzte gibt es zum Beispiel in den Niederlanden überhaupt nicht. Wer einen Spezialisten benötigt, muss immer in das nächste Krankenhaus fahren. Daher kann der deutsche Projektleiter, Alexander Friedrich vom Institut für Hygiene an der Universität Münster, das niederländische System auch nicht einfach übernehmen. „Wir müssen es vielmehr anpassen.“. [...]

Quelle: FAZ Online - Frankfurter Allgemeine Zeitung

19.08.2010

Krankenhäuser kämpfen gegen Keime – Tagung in der Euregio-Klinik

Nordhorn – „Krankenhauskeime“ sind zunehmend ein Thema für Krankenhausbetreiber und Ärzte, aber auch für Gesundheitsbehörden, in Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Im Mittelpunkt steht meist die MRSA-Problematik. Dabei geht es um den Methicillin-resistenten Staphylokokkus Aureus. Die Bekämpfung dieses mitunter tödlichen Bakteriums war am Mittwoch Thema einer Tagung in der Euregio-Klinik Albert-Schweitzer-Straße, an der auch auswärtige Fachleute teilnahmen. „Für den Normal-Gesunden stellt der MRSA keine Bedrohung dar“, betonte Dr. Gerhard Vogelsang, zuständig im Gesundheitsamt des Landkreises Grafschaft Bentheim für Hygiene und Infektionsschutz und Referent der Veranstaltung. [...]

Quelle: GN Online - Grafschafter Nachrichten

02.08.2010

Wenn im Krankenhaus der Tod lauert

Bakterien, gegen die kaum ein Mittel mehr hilft, sind auf dem Vormarsch. Tausende Patienten stecken sich in Kliniken an. Viele sterben daran. Mariana Bridi da Costa ist auf dem besten Weg, ein internationales Top-Model zu werden, als sie im Dezember 2008 an einer schweren Harnwegsinfektion erkrankt. Rasant breitet sich der Erreger im Körper der brasilianischen Miss-World-Kandidatin aus und befällt bald ihre Organe. Die verzweifelten Versuche der Ärzte, die Infektion mit Antibiotika zu bekämpfen, schlagen fehl: Der Keim reagiert nicht auf die Medikamente. Die Entzündung verschlimmert sich so sehr, dass der Patientin Hände und Füße amputiert werden müssen. Doch auch diese drastische Maßnahme kann die junge Frau nicht mehr retten. Im Januar 2009 stirbt Mariana Bridi im Alter von 20 Jahren. Ihr tragischer Tod ist eine von zahlreichen Niederlagen der modernen Medizin im Kampf gegen immer aggressivere Bakterien. Auch in Deutschland verlieren jedes Jahr Tausende Patienten diesen Kampf. Besonders erschreckend ist, dass die größte Gefahr für eine Ansteckung just da lauert, wo Menschen eigentlich gesunden sollen: im Krankenhaus.

Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland etwa 500 000 Patienten in der Klinik, 10 000 bis 15 000 sterben in der Folge an einer Blutvergiftung. Zum Vergleich: Die Immunschwächekrankheit Aids forderte 2009 ungefähr 550 Todesopfer.

Weil Ärzte Antibiotika zu häufig und falsch einsetzen, werden immer mehr Erreger resistent. Zu den momentan gefährlichsten Aggressoren zählen Bakterien des Typs Acinetobacter baumannii, die fast allen üblichen Medikamenten widerstehen: Bis zu vier von zehn Menschen sterben an einer Infektion. [...]

Quelle: FOCUS Online - FOCUS Nr. 31.2010

12.07.2010

EurSafety Health-net erhöht die Patientensicherheit im Krankenhaus: Grenzenloser Gesundheitsschutz

Kampf den Krankenhausviren: Das EU-Projekt „EurSafety Health-net“ will mit grenzüberschreitenden Qualitätskriterien und Hygiene-Aufklärung die Patientensicherheit erhöhen und die Infektionsgefahr im Krankenhaus verringern. Unter der Leitung der Universität Münster und mit Unterstützung des INTERREG IV A-Programms der Europäischen Union sollen Infektionen durch Krankenhauskeime nachhaltig bekämpft werden.

Sterile Untersuchungsräume, desinfizierte Instrumente, keimfreie Krankenzimmer: Wer sich in ein Krankenhaus begibt, erwartet eigentlich, gesund wieder herauszukommen. Dies ist jedoch nicht überall selbstverständlich. So sind beispielsweise Infektionen mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland 20mal häufiger als in den Niederlanden. Jährlich sterben zahlreiche Patienten, weil sie sich im Krankenhaus mit den schwer behandelbaren Bakterien infizieren. Grund dafür sind mangelnde Hygiene sowie eine steigende Resistenz gegen Antibiotika. Dagegen will das umfassende INTERREG-Projekt „EurSafety Health-net“ im deutsch-niederländischen Grenzgebiet verstärkt vorgehen und die Patientensicherheit dauerhaft erhöhen. [...]

Quelle: www.offenes-presseportal.de

09.07.2010

EurSafety Health-Net Workshop

Vom 08. bis 09. Juli 2010 fand in Gronau der erste EurSafety Health-net Workshop statt. Am 08. Juli trafen sich das Steering Committee und die Workpackage-Leiter. Neben dem aktuellen Stand des Projekts standen euregionale Netzwerkbildung und Datenaustausch sowie die Bildung externer euregionaler Patenschaften auf der Tagesordnung. Am 09. Juli stellten die Workpackackes allen Projektteilnehmern ihre bisher erreichten Ergebnisse und ihre Ziele vor.

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Quelle: EurSafety Health-Net, Euregio Gronau-Enschede

29.06.2010

Kampf den Klinik-Keimen im Kreis Wesel

Am Niederrhein – Die Krankenhäuser im Kreis Wesel haben sich in einem Netzwerk zusammengeschlossen, um gefährliche Erreger wie MRSA-Bakterien einzudämmen. Handhygiene verhindert die Weiterverbreitung von Keimen. Dass Dr. Thomas Ziegenfuß auf einen Händedruck verzichtet, wenn er Patienten oder Besucher in seinem Büro empfängt, hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun. „Das Händeschütteln ist die Hauptübertragungsquelle für Krankenhauskeime“, sagt der ärztliche Direktor des St. Josef Hospitals in Moers. Und diesen im Volksmund als Krankenhauskeime bezeichneten Erregern – und speziell dem Methicillin-resistenten Staphylococcus (MRSA) als einem der wichtigsten – haben die Krankenhäuser im Kreis Wesel den Kampf angesagt. [...]

Quelle: NRZ - DerWesten

15.06.2010

Krankenhäuser im Kreis Wesel gemeinsam gegen Krankenhauskeime

Prof. Dr. Andreas Voss (Canisius-Wilhelma Krankenhaus Nijmegen, l.) und Privatdozent Dr. Alexander Friedrich (Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster, UKM. [Foto: UKM/PR].

Bild: Die Gründung des MRSA-Netzes Rhein-Waal am 10.06.2010 bedeutet für die Arbeit von Dr. Rüdiger Rau (Fachbereich Gesundheitswesen des Kreises Wesel) und den Hygienefachkräften der acht Krankenhäuser im Kreis zum Thema MRSA eine Auszeichnung. Im Bild: die Krankenhausdirektoren bzw. deren Vertreter (Stadt Wesel: Evangelisches Krankenhaus und Marien-Hospital; Stadt Dinslaken: St. Vinzenz-Hospital und Evangelisches Krankenhaus; Stadt Moers: Bethanien-Krankenhaus und St. Josef-Krankenhaus; Stadt Kamp-Lintfort: St.-Bernhard-Krankenhaus und Stadt Xanten: St.-Josef-Hospital) nach der öffentlichen Unterzeichnung der „EUREGIO EurQHealth Einverständniserklärung (2009-2014) EQS 1“, mit der sie ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von MRSA und weitere Qualitäts-Verbesserungen besiegelt haben. Das MRSA-net Rhein-Waal ist Bestandteil des Euregio-Projektes EurSafety Health-Net (Koordination: Dr. Alexander Friedrich, UKM Münster). Die Initiatoren hoffen, dass sich mit dem Beginn im Kreis Wesel auch andere Krankenhäuser der Euregio Rhein-Waal bei diesem Projekt zur Verbesserung der Patientenversorgung anschließen.

Prof. Dr. Andreas Voss (Canisius-Wilhelma Krankenhaus Nijmegen, l.) und Privatdozent Dr. Alexander Friedrich (Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster, UKM. [Foto: UKM/PR].

Bild: Vertreter aller 8 Krankenhausdirektionen im Kreis Wesel sowie Dr. Alexander Friederich (3. von links), Heinz-Dieter Bartels (4. v. l.), Prof. Andreas Voss (5. v. l.) und Dr. Rüdiger Rau (6. v. l.)].

Quelle: Pressemitteilung Landrat Kreis Wesel

Juni 2010

„MRSA-Bekämpfung spart Geld und Leben“

In Sachen MRSA-Bekämpfung sind die Niederländer ihren deutschen Nachbarn mehr als nur eine Nasenlänge voraus – doch diesseits der Grenze schrumpft der Abstand.

„Die MRSA-Zahlen steigen nicht mehr“, zieht PD Dr. Alexander Friedrich vom Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster eine Zwischenbilanz des Projekts „EurSafety Health-net“. Gefördert mit EU-Mitteln bemühen sich die Projektpartner auf beiden Seiten der Grenze, die Krankenhauskeime in den Griff zu bekommen. „Jetzt müssen wir die Zahlen senken.“
Seit Juli vergangenen Jahres schreibt das Infektionsschutzgesetz eine Meldung von MRSA-Infektionen vor. Bei einer Auswertung der ersten Zahlen steht der westfälische Teil der deutsch-niederländischen Grenze im Vergleich zu anderen Regionen Nordrhein-Westfalens verhältnismäßig gut da. „In der Euregio gibt es schließlich schon fünf Jahre Vorsprung bei der MRSA-Bekämpfung durch ein Vorläufer-Projekt.“ [...]

Quelle: Ärztekammer Westfalen-Lippe - Ärzteblatt 06.2010

08.05.2010

Forscher haben von den Nachbarn gelernt

Münster - Schaut man auf die Karte der Grenzregion zu den Niederlanden, die Dr. Alexander Friedrich an die Wand wirft, ist die Lage klar. Während das Nachbarland in Sachen MRSA frei scheint, also weiß ist, erstrahlen Münsterland und Ruhrgebiet kräftig eingefärbt. „Die Niederländer sind uns voraus“, sagt der Projektleiter am Institut für Hygiene an der Uni Münster. Voraus meint im Kampf gegen Krankenhaus-keime, dem sich das EU-Projekt „EurSafety Health-net“ verschrieben hat. Gestern zogen die Verantwortlichen Zwischenbilanz. [...]

Quelle: WN – Westfälische Nachrichten

08.05.2010

Kampf den Krankenhauskeimen: Grenzüberschreitendes Netzwerk entsteht

Das EU-Projekt „EurSafety Health-net“ will mit grenzüberschreitenden Qualitätskriterien und Hygiene-Aufklärung die Patientensicherheit erhöhen und die Infektionsgefahr im Krankenhaus verringern. Unter der Leitung der Universität Münster und mit Unterstützung des INTERREG IV A-Programms der Europäischen Union sollen Infektionen durch Krankenhauskeime nachhaltig bekämpft werden.

Prof. Dr. Andreas Voss (Canisius-Wilhelma Krankenhaus Nijmegen, l.) und Privatdozent Dr. Alexander Friedrich (Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster, UKM. [Foto: UKM/PR].

Bild: Prof. Dr. Andreas Voss (Canisius-Wilhelma Krankenhaus Nijmegen, l.) und Privatdozent Dr. Alexander Friedrich (Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster, UKM. [Foto: UKM/PR].

Mangelnde Hygiene und Resistenz

Sterile Untersuchungsräume, desinfizierte Instrumente, keimfreie Krankenzimmer: Wer sich in ein Krankenhaus begibt, erwartet eigentlich, gesund wieder herauszukommen. Dies ist jedoch nicht überall selbstverständlich. So sind beispielsweise Infektionen mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland 20 Mal häufiger als in den Niederlanden. Jährlich sterben zahlreiche Patienten, weil sie sich im Krankenhaus mit den schwer behandelbaren Bakterien infizieren. Grund dafür sind mangelnde Hygiene sowie eine steigende Resistenz gegen Antibiotika. Dagegen will das umfassende INTERREG-Projekt „EurSafety Health-net“ im deutsch-niederländischen Grenzgebiet verstärkt vorgehen und die Patientensicherheit dauerhaft erhöhen. [...]

Quelle: Echo-muenster.de

11.03.2010

Gemeinsam für Patientensicherheit und Infektionsschutz

Meppen – Mit einer Auftaktveranstaltung im Meppener Kreishaus fiel der Startschuss für das EU-Projekt „EurSafety Health-net“ in der Ems Dollart Region. Hauptziel des neuen Projekts ist neben dem Schutz vor behandlungsbedingten Infektionen die grenzüberschreitende Stärkung der Patientensicherheit. Mit „EurSafety Health-net“ wird im Zuge eines INTERREG IV A-Programms erstmals ein Gesundheitsthema als Großprojekt, das sich über alle deutsch-niederländischen Grenzregionen erstreckt, gefördert.

Einführung des EurSafety Health-Net am 19.11.2009 in Enschede - © Foto von Martin Borck

Bild: Landrat Hermann Bröring, Dr. Jörg Hermann, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene in Oldenburg, Dr. Birgit Stoßberg, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Hermann Wessels und Peter Paul Knol, beide Interreg IV A, Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Gesundheitsamtes, und Dr. Fabian Feil vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit (v.l.) geben den Startschuss für das Interreg-Projekt.

Landrat Hermann Bröring und die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Birgit Stoßberg stellten gemeinsam mit Dr. Fabian Feil vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Dr. Jörg Herrmann, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene in Oldenburg sowie Peter Paul Knol und Hermann Wessels, beide von Interreg IV A, in einer Pressekonferenz das Projekt vor. [...]

Quelle: Wirtschaft Regional.net und Marktplatz-emsland.de

März 2010

EurSafety Health-net — Gesundheitsschutz grenzenlos

Im November 2009 startete das neue Euregio-Projekt „EurSafety Healthnet“, das das bisherige Projekt EUREGIO MRSA-net in eine neue Förderphase bringt. Neben dem Schutz vor MRSA-Infektionen soll in der neuen Projektphase beiderseits der gesamten deutsch-niederländischen Grenze ein Qualitätsverbund aufgebaut werden, der die Patientensicherheit und die Infektionsprävention stärkt. Das Projekt wird in den kommenden fünf Jahren mit 8,1 Mio. € im Rahmen des INTERREG IV A Programms „Deutschland-Nederland“ der EU, der Wirtschaftsministerien Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie der Provinzen Overijssel, Gelderland und Limburg gefördert. [...]

Quelle: Westfälisches Ärzteblatt Aktuell 03|10

10.02.2010

Abendvisite: „Hygiene kostet richtig Zeit“

Münster - Pocken und Ruhr, Cholera und Tuberkulose - Krankheiten, die Millionen Menschen das Leben gekostet, die Angst und Schrecken verbreitet haben. Sie sind längst besiegt. Doch an ihre Stelle sind neue Infektionen getreten: Aids, Noro-Viren, Hepatitis, Krankenhaus-Keime. Sind die Menschen ihnen hilflos ausgeliefert? „Nein“, ist Privatdozent Dr. Alexander Friedrich überzeugt. In welchen Wellen die Erreger in Deutschland und der Welt auftreten, wie sie sich ausbreiten und wie jeder sich schützen kann, das erläuterte der Facharzt für Hygiene vom Universitätsklinikum Münster den Zuhörern in der Abendvisite am Dienstag. [...]

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

29.01.2010

Krankenhaus testet Patienten auf MRSA-Keime

Moers – Zeigt her eure Nasen: Mit einer großen Packung Wattestäbchen ausgerüstet besucht der Bethanien-Hygienebeauftragte Jürgen Rosemann dieser Tage Patientinnen und Patienten des Moerser Krankenhauses. Hintergrund für die Untersuchungen ist eine Studie zu MRSA-Keimen. [...]

Quelle: Der Westen - Das Portal der WAZ Mediengruppe

20.01.2010

Eine Probe für mehr Sicherheit

Wesel – Wenn die knapp 400 stationären Patienten des Marien-Hospitals heute ein Informationsblatt bekommen, dann geht es nicht um hausinterne Serviceleistungen, sondern um die Sicherheit. Die Klinik bittet die Kranken nämlich um die Teilnahme an einer Studie zum Krankenhauskeim MRSA. [...]

Quelle: Der Westen - Das Portal der WAZ Mediengruppe

20.01.2010

Die zehn größten Euregio-Projekte - Aktuelle Fotostrecken

EurSafety Health-Net: Das Projekt beinhaltet die Entwicklung grenzüberschreitender Strategien und Strukturen zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Die Prävention von Infektionskrankheiten steht dabei im Mittelpunkt. Das Projekt schließt damit an das INTERREG IIIA-Projekt MRSA-Net EUREGIO an. Das Projekt umfasst folgende Aktivitäten: Schaffung einer grenzweiten Projektstruktur, Schaffung von grenzübergreifenden Qualitätsnetzwerken, Aufbau eines grenzweiten Qualitätsverbunds (EurQHealth), Etablierung von euregionalen Kompetenzzentren, Fort- und Weiterbildung des Personals im Gesundheitswesen, Aktive Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit, Schaffung einer Telematikplattform zur euregionalen Erfassung und Austausch von Daten (z.B. Strukturdaten, Antibiotikaverbrauch, Labordaten, Frühwarnsystem für gefährliche Erreger etc.) [...]

Quelle: Bocholter-Borkener Volksblatt

18.01.2010

Im Kampf gegen multiresistente Keime - Wie ein Antibiotikum gegen Krankenhauskeime wirkt

Seit es Menschen gibt, begleiten Bakterien unser Leben. Einerseits sind sie lebenswichtig, besiedeln beim Neugeborenen den Darm und ermöglichen so unseren Stoffwechsel. Sie leben auf unseren Schleimhäuten und der Haut.
Aber Bakterien lösen auch Krankheiten aus. Besonders gefürchtet sind bakteriell verursachte Lungenentzündungen und Blutvergiftungen. Bakterien zählen zu den primitivsten und effektivsten Mikroben: Sie können sich explosionsartig vermehren und innerhalb weniger Stunden den erkrankten Organismus überschwemmen. Gerade chronisch kranke Menschen, z.B. Diabetiker oder Patienten, deren Immunsystem z.B. durch die Einnahme von Kortison geschwächt ist, leiden unter bakteriellen Infektionen. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen genügt immer häufiger ein kleiner Unfall – und nicht die eigentliche Verletzung wird zum Problem, sondern: nahezu unbehandelbare, resistente Keime lösen Wundinfektionen aus, die langes Leiden verursachen können und immer wieder zur Amputationen und sogar zum Tod führen. [...]

Quelle: ARD Programm / BR Alpha - Alpha Campus