Hintergrund
Eine der Schlüsselprioritäten der Europäischen Union ist es, den EU-Bürgern Mobilität zu ermöglichen. Dies gilt jedoch nicht nur für Reisen und Unternehmen, sondern im zunehmenden Maße auch für die Gesundheitsversorgung. Nachdem die primären Hindernisse, wie Unterschiede der Gesundheitssysteme, unterschiedliche Finanzierungs- und Sozialversicherungssysteme, mit Hilfe gegenseitiger Abkommen weitgehend gelöst wurden, ist heutzutage der Unterschied in der Qualität der Gesundheitsversorgung einer der wichtigsten Faktoren, der die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung limitiert. Exzellente Gesundheitsversorgung geht daher Hand in Hand mit höchster Qualität in der Behandlung unserer Patienten.
EurSafety Health-net
Das Hauptziel des EurSafety Health-net Projektes ist die Stärkung der Patientensicherheit und der Schutz vor Infektionen. Konkret bedeutet das, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Menschen vor Infektionsgefahren wie z.B. H1N1 zu stärken, auf der anderen Seite aber auch Infektionen zu vermeiden, denen Patienten behandlungsbedingt ausgesetzt sind. Hierbei ist insbesondere der Schutz vor Erregern mit Antibiotikaresistenz (z.B. MRSA) von herausragender Bedeutung, da der Anteil in Deutschland bis zu 20mal höher liegt als in den Niederlanden.
Der Schutz der Patienten vor Infektionen (z. B. Neue Grippe) und Antibiotikaresistenzen soll mittels Schaffung eines grenzüberschreitenden Qualitätsverbundes möglichst vieler Teilnehmer des Gesundheitswesens (Patienten, Krankenhäuser, Arztpraxen, Gesundheitsämter, Labors u.a.) entlang der gesamten niederländisch-deutschen Grenzeuregios in den kommenden 5 Jahren realisiert werden.
Mehrwert
Die Ausweitung der Zusammenarbeit über den gesamten Grenzverlauf kann die Patientensicherheit und die Qualität der Gesundheitsversorgung auf beiden Seiten der Grenze nachhaltig stärken. Wenn Gesundheitsinfrastruktur und die hiermit zusammenhängenden Ressourcen grenzüberschreitend genutzt werden, kann der Auslastungsgrad optimiert werden, was zu Kosteneinsparungen und längerfristig zu einem insgesamt besseren Versorgungsangebot führt. Letztendlich tragen Patientensicherheit und vergleichbare Qualität in der Gesundheitsversorgung dazu bei, dass sich die Grenzregios einen Standortvorteil in der Gesundheitsversorgung und –wirtschaft erarbeiten können und somit Vorbildcharakter für andere Regionen Europas haben können.
